Neues Transparent am Haus Haynstr. 1  „RETTET DEN VOLKSENTSCHEID!“

Die MIETERGRUPPE HAYN-/HEGESTRASSE unterstützt mit dem neuen Transparent den Widerstand gegen die jüngsten Verfassungsänderungen von Senat und Bürgerschaft, die eine Schwächung der Volksgesetzgebung bezwecken. Insbesondere der Erfolg des Volksentscheids für den Rückkauf der Hamburger Energienetze (von Vattenfall) in das Eigentum der Stadt hat den großen Parteien ihre Abhängigkeit von dem Willen der Mehrheit der Bevölkerung vor Augen geführt. Das soll ihnen nicht noch einmal passieren. Die Verfassung wurde unter dem Deckmantel eines Referendums für Olympia so geändert, dass die Regularien und Anforderungen für die Durchführung eines Volksentscheids erheblich erschwert worden sind. Dagegen wendet sich die Kampagne „RETTET DEN VOLKSENTSCHEID“.

 

Tag des offenen Denkmals 2014: Farbe

Am 14. September 2014 führt Mitbegründer, Bewohner und Historiker Dr. Reinhard Barth wieder durch das Haus Haynstraße 1, das sonst nicht öffentlich zu besichtigen ist.

Beginn der Führungen jeweils um 12, 14 und 16 Uhr.

Das gesamte Programm für die Veranstaltungsreihe in Hamburg finden Sie hier.

 

 

BV-Nord: Hegestraße 46 sanieren und als bezahlbaren Wohnraum erhalten

Bezirksversammlung-Nord einstimmig, SPD drückt sich um eine öffentliche Kommentierung!

„Auch die Fraktionen setzten endlich ein politisches Signal zugunsten der MieterInnen: Die Bezirksversammlung beschloss am 12. September einstimmig, dass die umstrittenen Häuser in der Hegestraße 46 a – f saniert und als bezahlbarer Wohnraum erhalten werden sollen.  Die Fraktion Die Linke, die diesen Antrag einbrachte, hatte sich bereits sehr früh für die Belange der MieterInnen eingesetzt. Die GRÜNEN haben sich in der BV energisch für diesen Teil des Antrags eingesetzt.

‚Es ist eine Sauerei, so geht man nicht mit Mietern um. Wenn Sie das bisher nicht von der SPD gehört haben, tut es mir leid.’ Christian Carstensen, SPD-Bundestagskandidat für Hamburg-Nord, fand am 28. August auf der WsE-Podiums-Diskussion zum Thema Wohnpolitik klare Worte zu den Vorkommnissen in der Hegestraße. Seine Kollegen aus der SPD-Bezirksfraktion, FDP und CDU äußerten sich bis heute hingegen nicht zu den skandalösen Zuständen der Verwahrlosung, des Leerstands und der Zerstörung von Wohnraum in der Hegestraße. Sie billigten damit das fragwürdige Verfahren, mit dem an dem zuständigen Bauausschuss vorbei die Baugenehmigung im ‚vereinfachten Verfahren’ erteilt worden ist. Und sie haben damit die Menschen, die sich verzweifelt gegen Kündigungen und Räumungsklagen gewehrt haben, im Stich gelassen.“ (PM von WsE/13.9.2013)

Weitere Stellungnahmen:

http://www.linksfraktion-hh-nord.de/politik/pressemitteilungen/detail/zurueck/aktuelles-10/artikel/bezirksamt-soll-bezahlbaren-wohnraum-in-der-hegestrasse-sichern/

http://gruene-nord.de/bezirksfraktion/presse/?no_cache=1&expand=486640&displayNon=1&cHash=f05690eb6310783f8b3ef32144e3bdc8

Unter dem Druck der Ereignisse haben sich SPD, FDP und CDU nun auch erstmals öffentlich für den Erhalt der Hegestraße 46 a-f ausgesprochen.

Die SPD verschweigt in ihrer Öffentlichkeitsarbeit den Erfolg der Mieter_innen der Hegestraße. Auf der Website der Fraktion wird aus der BV nicht über den „ beschlossenen Antrag“ berichtet, sondern allein über den Antrag von SPD/FDP nach einem „Runden Tisch“. Wie bescheiden ...

http://spd-fraktion-nord.de/aktuell/detail/?tx_ttnews[year]=2013&tx_ttnews[month]=09&tx_ttnews[day]=13&tx_ttnews[tt_news]=414&cHash=cbaef08596d7571fc1f863a6341bf043

 

Thema Tag des offenen Denkmals 2013:
„Jenseits des Guten und Schönen: unbequeme Denkmäler?“

Am 8. September öffnet das Haus der MIETERGEMEINSCHAFT HAYN-/HEGESTRASSE auch das ein unbequemes Denkmal wieder ihre Pforten. Unser „Haus-Historiker“ Dr. Reinhard Barth führt um 12, 14 und 16 Uhr durch das Objekt und liefert interessante Details zur Architektur und zur Geschichte des Hauses und seiner Bewohner. Auf einem Büchertisch vor dem Eingang findet man die Haus-Publikationen wie die Jubiläumsschrift „Unser Haus“, die zum 100. Jahrestag 2010 herausgegeben wurde.

 

Anzeige gegen ARTUS/Denkner wg. massiver Verstöße gegen das Wohnraumschutzgesetz

Am 10. Juni 2013 hat WIR-SIND-EPPENDORF zusammen mit der Mietergruppe HAYN-/HEGESTRASSE bei Bezirksamtsleiter Rösler gegen die Firma ARTUS und ihren Geschäftsführer Karl Denkner wegen massiver Verstöße gegen das Hamburger Wohnraumschutzgesetz Anzeige erstattet.

 

WORTLAUT DER ANZEIGE:

„Aufgrund der geschilderten Handlungen und Zustände erstatten wir Anzeige gegen die „GbR Hegestr. 44 – 48“ und die Firma Artus GmbH wegen massiver Verstöße gegen das Wohnraumschutzgesetz.

Die Eigentümer haben massiv gegen das Zweckentfremdungsverbot verstoßen, indem sie Wohnungen über Jahre haben leer stehen lassen (§ 9, insbesondere § 9 Abs. 2 Ziff. 5 Wohnraumschutzgesetz).

Die Eigentümer haben in massiver Form Wohnraum vorsätzlich zerstört (§ 9 Abs. 2 Ziff. 4 Wohnraumschutzgesetz).

Die Eigentümer haben massiv und vorsätzlich die Häuser, insbesondere die Häuser Hegestraße 46a – f, verfallen lassen.“

 

ZUR ROLLE DES BEZIRKSAMTS WIRD AUSGEFÜHRT:

 „Gemäß § 1 des Wohnraumschutzgesetzes ist das Bezirksamt Hamburg-Nord verpflichtet, auf den Erhalt von Wohnraum, auf seine Instandsetzung und auf die ordnungsgemäße Nutzung von Wohnraum hinzuwirken und die dazu erforderlichen Maßnahmen zu treffen.

Wir können nicht sehen, dass das Bezirksamt bisher seinen Pflichten nachgekommen ist. ...“

 ZWECKENTFREMDUNGSGENEHMIGUNG VOM BEZIRKSAMT ERTEILT?

 „Wenn dies zutrifft ... und es ... die Zweckentfremdungsgenehmigung gegeben hat, wäre der politische Skandal komplett und möglicherweise der strafrechtlich relevante Bereich erreicht.“

Wir fordern deswegen vom Bezirksamt:

Wir bitten alle Personen, die weitere Auskünfte über das gesetzeswidrige Vorgehen von ARTUS/Denkner machen können, um Kontaktaufnahme unter folgenden Adressen:

Mietergruppe Haynstr. 1-3/Hegestr. 41,  p. A. Dr. Reinhard Barth, Haynstr. 1, 20249 Hamburg und/oder

Bürgerinitiative Wir-sind-Eppendorf, p. A. Götz von Grone, Haynstr. 1, 20249 Hamburg      

In Fällen, die besonderer Vertraulichkeit bedürfen, wenden Sie sich bitte an die folgende Adresse: RAe Eckoldt et coll., Kirchenallee 25, 20099 Hamburg, Tel.: 040 24 66 88, Fax: 040 24 54 98, post@anwaelte-eckoldt-coll.de

 

 

Bürgerbeteiligung unerwünscht? Bestandsaufnahme am 14. Mai 2013

Mehr als 2.000 Bürger/-innen haben sich inzwischen unserem Protest gegen die Neugestaltung des Eppendorfer Marktes in Hafen-City-Ästhetik und unseren Forderungen an Bezirkspolitiker und Bezirksverwaltung nach Mitsprache und Beteiligung angeschlossen.

Wir-sind-Eppendorf lädt ein zur Bestandsaufnahme:

Dienstag, 14. Mai 2013, 19.30 Uhr in der ehemaligen Wolfgang-Borchert-Schule, Erikastraße 41.

Wie sieht es aus mit Verdrängung alteingesessener Mieter, Abriss und Luxusneubebauung in der Eppendorfer Landstraße 97–109, der Hegestraße 46 a–f, dem Heimann- und dem Soltow-Stift?

Und wir fragen uns angesichts von falschen und fehlerhaften Auskünften, Zurückhaltung von Informationen, Ausschluss von öffentlich angekündigten Sitzungen, Diffamierungen einzelner Mitglieder und Ignoranz der Bürgerinteressen, ob Bürgerbeteiligung von der Politik überhaupt erwünscht ist.

WIR sind Eppendorf und wir wollen unseren Stadtteil aktiv mitgestalten denn Zuhause ist mehr als nur (hier) wohnen!

Über eine rege Beteiligung würden wir uns sehr freuen!

 

Spekulant will preiswerten Wohnraum vernichten

Treffen am Samstag, den 27.04.2013 um 11 Uhr in der Haynstraße 1

Nicht nur in der Eppendorfer Landstraße 97–109 sollen alte Mietshäuser und ein Fachwerkbau mit Restaurant einem gesichtslosen Neubau mit Eigentumswohnungen weichen, auch am anderen Ende von Eppendorf ist etwas Ähnliches geplant.

36 Wohnungen betroffen (Siehe auch TV-Beitrag NDR, Hamburg Journal, Sendung vom 28.03.2013)

Ein viergeschossiges Wohngebäude von ca. 1890 befindet sich in der Hegestr. 44–48, zwischen Buchhandlung Heymann und Supermarkt Netto. Ein Durchgang führt in einen Hinterhof zu den Hausnummern 46 a–f, sechs zweigeschossigen Wohnhäusern, hufeisenförmig angeordnet mit insgesamt 36 Wohnungen. Terrassen-Architektur, eine hamburgische Besonderheit, deren Wert lange verkannt wurde, sich inzwischen aber großer Beliebtheit erfreut, weil die Wohnungen ruhig und abgeschirmt vom Straßenlärm liegen.

Abriss geplant, Mietern gekündigt

Die Firma Goldbek lmmobilien, die 2009 die Anlage erworben hat, will die Hinterhäuser abreißen und an ihre Stelle Eigentumswohnungen setzen. Den Mietern ist eine „Verwertungskündigung“ zugestellt worden, in der die Logik „teuer ersetzt billig“ seitenlang ausgebreitet wird. Begründung: Der Baugrund werde durch Mietwohnungen der alten Art nicht ausreichend „verwertet“, Eigentumswohnungen seien rentabler.

Was das für den Stadtteil bedeutet, ist klar: Es ließen sich in Eppendorf genug kleine altmodische Mietshäuser finden, die durch hochrentable Eigentumswohnanlagen zu ersetzen wären. Nach dieser Logik könnten Eigentümer Hunderte von „Verwertungskündigungen“ aussprechen.

Den Mietern werden umfängliche Gutachten präsentiert, welche die angeblichen baulichen Mängel der Häuser aufzählen. Aus diesen Gutachten geht nicht hervor, wie diese Mängel entstanden sind und wer dafür verantwortlich ist. Über Jahre wurden Wohnungen nicht nur leer stehen gelassen, nur leer sondern „entkernt“, d.h. vorsätzlich unbrauchbar gemacht. Angeblich sind die Häuser jetzt baufällig.

Soll es in Eppendorf nur noch Eigentumswohnungen geben?

Wie im Fall Eppendorfer Landstraße 97–109 geht es um die Fragen:

- Wer soll in Eppendorf leben? Nur noch, wer sich den Erwerb einer Eigentumswohnung leisten kann? Was wird aus all denen, die auf ein Angebot an bezahlbarem Wohnraum zur Miete angewiesen sind?

Die Bürgerinitiative „Wir sind-Eppendorf“ und die MIETERGRUPPE HAYN-/HEGESTRASSE fordern:

- Erhalt der Häuser Hegestr. 46 a–f!

- Instandsetzung und Vermietung der leeren Wohnungen!

- Erhalt der bestehenden Mietverhältnisse und Rücknahme der Kündigungen!

- Das Bezirksamt Hamburg-Nord wird aufgefordert,

- die Rechte der Mieter zu schützen und für das Vorhaben des Spekulanten keine Baugenehmigung zu erteilen,

- die interessegeleiteten Gutachten zu überprüfen, zu prüfen, ob Leerstand und Unbrauchbarmachen der Wohnungen gegen gesetzliche

Vorschriften verstoßen und entsprechende Sanktionen auszusprechen!

- Das zuständige Finanzamt muss prüfen, ob für die seit langem leerstehenden Wohnungen von den Eigentümern widerrechtlich Verluste aus Vermietung und Verpachtung (Mietausfall)

steuerlich geltend gemacht worden sind. Dies ist nach höchstrichterlicher Rechtssprechung nur dann möglich, wenn es ernsthafte Versuche der Vermietung gegeben hat. Davon kann nicht die Rede sein!

Alle Eppendorfer, die weitere Informationen zu den Vorgängen in der Hegestr. 46 erhalten möchten oder auch eigene Erfahrungen und Informationen beitragen können, bieten wir ein Treffen am Samstag, den 27.04.2013 um 11 Uhr im Eingang der Haynstraße 1 an.

 

Pläne des Investors geplatzt – Bürgerinitiative fordert Veränderungssperre

Wie das Hamburger Abendblatt in seiner Ausgabe vom 13. Februar 2013 berichtet, nutzt der Besitzer des Restaurants „Tre Castagne“ sein Vorkaufsrecht. Nach dem Abendblatt-Bericht wird die bisher kommunizierte „große Lösung“, also Abriss der Häuser Eppendorfer Landstraße 97 bis 109 und Neubau eines fünfgeschossigen Klotzes, nicht mehr umgesetzt werden können.

Die Initiative „Wir-sind-Eppendorf“ sieht in dieser Entwicklung einen Teilerfolg. Die Pläne des Investors und des Bezirksamts, die den Abriss aller Häuser vorsahen, sind durchkreuzt worden.

Während der Investor nun eine „kleine Lösung“ mit 19 Wohnungen, Läden und Gastronomie plant, spricht Thomas Domres, SPD-Fraktionsvorsitzender im Bezirk und Chef des Eppendorfer Bürgervereins von einer „eindeutigen Verschlechterung“, weil nun keine Sozialwohnungen mehr im Konzept des Investors auftauchen. Für die Verhandlungen mit dem Investor ist aber das von der SPD geführte Bezirksamt zuständig. Von diesen Verhandlungen ist es abhängig, ob und was gebaut wird. Die Eppendorfer Bürger und die betroffenen Mieter sind bisher von den Verhandlungen ausgeschlossen.

Aus diesem Grund hatte die Bürgerinitiative „Wir sind Eppendorf“ am 10.2.2013 mit ihrem Schreiben die Fraktionen in der Bezirksversammlung aufgefordert, einen Antrag auf Erlass einer Veränderungssperre des vorläufigen Bebauungsplans Eppendorf 23 zu stellen. Auf diesem Wege könnten die Planungen auf Eis gelegt werden und das Bezirksamt könnte die Chance ergreifen, mit den Bürgern gemeinsam die Zukunft des Quartiers um den Eppendorfer Marktplatz zu gestalten.  Bis zum 22. Februar ist um Antwort gebeten worden. Bisher hat nur die Fraktion der LINKEN einen solchen Antrag gestellt. Dieser soll jedoch nur in „nicht öffentlicher“ Sitzung behandelt werden. So wird nach dem Willen der Mehrheit der Bezirksversammlung die Geheimniskrämerei fortgesetzt.

 Neues Transparent am Haus: Lasst das Dorf in Eppendorf!

Seit Samstag, 10. November, hängt an unserem Haus ein Transparent mit dem Text „Lasst das Dorf in Eppendorf!“. Im Schaukasten am Hausaufgang werden die Ziele der Initiative „Wir sind Eppendorf“ erläutert, die sich zum Erhalt der Häuser Eppendorfer Landstraße 97–109 gegründet hat. Passanten haben die Möglichkeit, sich in Unterschriftenlisten einzutragen. Die alten Häuser, vor allem der Fachwerkbau, in dem sich das italienische Restaurant „Tre Castagne“ befindet, stellen den letzten Rest der ursprünglichen dörflichen Struktur Eppendorfs dar. Mit ihrem Abriss ginge die einzigartige Atmosphäre dieses Areals endgültig verloren. Darüber hinaus würde preiswerter Wohnraum vernichtet. Im Neubau, der an dieser Stelle geplant ist, würden nämlich hauptsächlich teure Eigentumswohnungen entstehen. Die nächste Bürgerversammlung zum Thema findet am Dienstag, den 4. Dezember, ab 19 Uhr in der Erikastraße 41 (ehemalige Wolfgang-Borchert-Schule) statt.

Wir sind am 10. November gemeinsam mit der Initiative zur Demonstration „Schlaflos in Hamburg? Mietenwahnsinn stoppen!“ gegangen. So kam immerhin ein kleiner Eppendorfer Block zusammen. Siehe Fotos unten.

 

Mietenwahnsinn stoppen! Demo am 10. November 2012.

Initiativen aus dem Netzwerk „Recht auf Stadt“ und das Bündnis „Mietenwahnsinn stoppen“ haben einen Aufruf für den Aktionstag und die Demonstration im Rahmen der Kampagne „Schlaflos in Hamburg! Mietenwahnsinn stoppen!“ gestartet. Die MIETERGRUPPE HAYN-/HEGESTRASSE war mit dabei.

                           

 

 Aufruf der Initiative „Wir sind Eppendorf“: Lasst das Dorf in Eppendorf! 

Protest gegen die Abrisspläne am Eppendorfer Markt

Zunächst waren es nur die unmittelbar betroffenen Anwohner, die gegen die Abrisspläne der Häuser Eppendorfer Landstraße 97 bis 109 (Restaurant Tre Castagne und die folgenden, zum Teil bereits leerstehenden Gebäude) protestierten. Seit der Versammlung am 16. Oktober ist klar: Der Protest weitet sich aus. Auch die Mitglieder der MIETERGRUPPE HAYN-/HEGESTRASSE schließen sich an.

Der Prozess der Gentrifizierung hat in Eppendorf bereits in den 1970er Jahren eingesetzt. Offensichtlich ist er inzwischen so weit fortgeschritten, dass „Durchschnittsverdiener“ Politiker und Investoren erinnern müssen: Wir sind Eppendorf!

Das Memorandum zur Vorlage an die Bezirksversammlung Hamburg-Nord können Sie mit Ihrer Unterschrift unterstützen!

 

 

Tag des offenen Denkmals am 9. September 2012: Fokus Holz

Zum dritten Mal öffnet die „Haynstraße“ am Tag des offenen Denkmals ihre Pforten. Dr. Reinhard Barth führt am 9. September um 12, 14 und 16 Uhr durch das Objekt und liefert interessante Details zur Architektur und zur Geschichte des Hauses und seiner Bewohner. Auf einem Büchertisch vor dem Eingang finden Interessierte die Haus-Publikationen wie die bebilderte Jubiläumsschrift „Unser Haus“, die zum 100. Jahrestag 2010 herausgegeben wurde.

Weitere Informationen zum Tag des offenen Denkmals: http://tag-des-offenen-denkmals.de

Dort finden Sie unser Haus unter dem Stichwort „Etagenwohnhaus“, letzter Beitrag mit Stadtplanausschnitt auf: http://tag-des-offenen-denkmals.de/laender/hh/kreisfrei/12472/

 

 

  Hamburger Architektursommer 2012

Die MIETERGRUPPE HAYN-/HEGESTRASSE beteiligt sich mit einer Ausstellung und Führungen am Architektursommer 2012, der von der Architektenkammer Hamburg in den Monaten Mai bis August veranstaltet wird.

Schautafeln vor dem Haus dokumentieren die Baugeschichte, den Wandel in der Bewohnerstruktur und in den Wohnformen sowie die kürzlich erfolgte Sanierung der Fassade.

Bei den Führungen wird besonderer Wert darauf gelegt, Spuren früherer Nutzung aufzufinden. Ein Gang durchs Haus wird so zur Entdeckungsreise durch hundert Jahre Wohn-Geschichte. Zugleich lernt der Besucher die Mietergemeinschaft kennen, die das Haus 1975 vor dem Abbruch gerettet hat und es seitdem selbst verwaltet und u.a. dafür sorgt, dass es der Verwertung durch das Immobilienkapital entzogen bleibt.

Termine für die Führungen: Sonntag, 8. Juli und 22. Juli, jeweils 14 Uhr. Termine für Gruppen können extra vereinbart werden. E-Mail: reinhardbarth@t-online.de

Die Führungen werden wiederholt am Tag des offenen Denkmals, Sonntag 9. September, um 12, 14 und 16 Uhr.

 

Die MIETERGRUPPE geht auf die Straße

Am Samstag, 29. Oktober 2011, findet eine Demo unter dem Motto „Mietenwahnsinn stoppen – Wohnraum vergesellschaften!“ ab 13 Uhr (Treffpunkt Millerntorplatz/St. Pauli) statt. Weitere Infos dazu unter http://mietenwahnsinn.rechtaufstadt.net.

 

 

 

Sie können es nicht lassen …

Nun ziehen sie also wieder vor Gericht, unsere Vermieter. Viermal haben sie es schon versucht, unser Mietverhältnis zu kündigen, das erste Mal 1973–75, dann 1989–91, 1994/95 und 2004–08, und sind jedes Mal gescheitert.

Reicht diese Kette von Niederlagen nicht? Offenbar nicht.

Bevor sie den fünften Versuch starten können, müssen sie eine rechtliche Hürde beseitigen. Es ist mal wieder die Klägerliste für den kommenden Räumungsprozess zu bereinigen. Ein Eigentümer will nicht mitmachen und wird deshalb von den anderen auf Zustimmung zur Kündigung verklagt. Dies verrückte Verfahren läuft zur Zeit. Geht es so aus wie die Kläger wünschen, folgt unweigerlich Kündigung und Räumungsklage gegen die Mietergruppe.

 

 

 

 

 

Tag des offenen Denkmals: Das 19. Jahrhundert im Fokus

Auch in diesem Jahr können Teile der Haynstraße 1 besichtigt werden. Unser „Haus-Historiker“ Dr. Reinhard Barth führt um 12, 14 und 16 Uhr durch das Objekt und liefert interessante Details zur Architektur und zur Geschichte des Hauses und seiner Bewohner. Auf einem Büchertisch vor dem Eingang findet man die Haus-Publikationen wie die Jubiläumsschrift „Unser Haus“, die zum 100. Jahrestag 2010 herausgegeben wurde.

Weitere Informationen zum Tag des offenen Denkmals: http://tag-des-offenen-denkmals.de/laender/hh/kreisfrei/12472/

Einen aktuellen Beitrag über uns finden Sie hier: http://stadtteilreporter-eppendorf.abendblatt.de/Allgemein/dieses-haus-ist-besetzt/

 

Zweiter Stolperstein vor Haynstraße 1

Elsa Schickler

Vor Haynstraße 1 ist am 18. Mai 2011 ein zweiter Stolperstein gesetzt worden. Stolpersteine erinnern an die Opfer der nationalsozialistischenVerfolgung. Der Künstler Günter Demnig senkt die kleinen Steine mit der Messingplatte ins Gehwegpflaster vor den Häusern, in denen die Menschen früher wohnten.

Elsa Schickler, die auf dem Stein genannt ist, führte ca. 1932–1935 im Eckhaus Haynstraße/Hegestraße eine Pension. Sie war die Großmutter des Schriftstellers Robert Muller, der ihr in seinem Roman „Die Welt in jenem Sommer“ (fürs ZDF verfilmt 1979) ein Denkmal setzte. Nachrichten zu ihrem Leben finden sich im neuen Buch von Maria Koser und Sabine Brunotte, „Stolpersteine in Hamburg-Eppendorf und Hamburg-Hoheluft“ (erhältlich im Kulturhaus Eppendorf).

Anmerkung am Rande: Im Buch ist Elsa Schicklers Wohnsitz mit Haynstr. 3 angegeben. Das ist historisch korrekt, wird aber den heutigen Verhältnissen nicht gerecht. Der Stein mit der Aufschrift „Hier wohnte …“ liegt deswegen vor Nr. 1. Der Eingang mit der Auffahrt und dem prächtigen Portal war zu Elsa Schicklers Zeit der einzige Zugang zum Haus. Er trug tatsächlich die Nr. 3. eine Nr. 1 gab es nicht. Das änderte sich erst 1936, als die Wohnungen geteilt und Treppenhäuser in den Seitentrakten eingebaut wurden. Da bekam der Haupteingang die Nr. 1, und Nr. 3 wanderte zum Seiteneingang Haynstraße.

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